Präsenz und Know-how auf internationaler Ebene

Die Roederer Gruppe bietet ihren Kunden Unterstützung, egal, wo sie sich befinden. Hierzu stützen wir uns auf die beiden weltweit führenden Netzwerke Uniba und unisonSteadfast, mit deren Hilfe wir Ihnen in mehr als 150 Ländern dieselbe Servicequalität bereitstellen können. 

 

Ein internationales Programm verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Ihre Unternehmensgruppe finanziell absichern: Oberstes Ziel des Programms ist es, den Fortbestand der Unternehmensgruppe zu wahren, indem sichergestellt wird, dass ein größerer Schadensfall in einer Tochtergesellschaft nicht die gesamte Gruppe gefährdet. 
  • Das Risikomanagement und das allgemeine Deckungsniveau steuern und aufeinander abstimmen
  • Durch die gemeinsame Übernahme von Risiken und Schadensfällen die Gesamtversicherungskosten senken
  • Die Servicequalität und -zuverlässigkeit verbessern, indem wir mit seriösen und kreditwürdigen Dienstleistern zusammenarbeiten, die der betroffenen Risikogemeinschaft die erforderliche Bedeutung beimessen. 

Darüber hinaus wird durch ein internationales Programm Konformität gewährleistet, sprich die Einhaltung durch sämtliche Niederlassungen der von der Muttergesellschaft im Hinblick auf ihre ethischen Werte und verschiedene geltende Vorschriften implementierten Präventiv- und Schutzprogramme. 

 

Der internationale Ansatz der Roederer Gruppe 

Unser Ansatz auf internationaler Ebene besteht aus den folgenden 3 Hauptphasen.  

 

Phase 1: Bewertung des Versicherungsbedarfs auf internationaler Ebene 

Diese Bewertung stützt sich insbesondere auf eine detaillierte Analyse folgender Elemente:

  • Mögliche Risiken auf internationaler Ebene  

  • Lokalpolicen (falls vorhanden)  

  • Lokale Gesetze, Vorschriften, Geschäftsvereinbarungen sowie ggf. Verträge 

 

Phase 2: Identifizierung der Versicherungspolitik im Unternehmen 

Die verfolgten Ansätze können je nach Unternehmen stark variieren:

  • Unterschiedliche Autonomie in den Tochtergesellschaften je nach Unternehmenskultur  

  • Erforderliche Unterstützung durch die Geschäftsleitung für die Einführung des Programms  

  • Identifizierung eines internen Corporate-Beauftragten als Vermittler innerhalb des Unternehmens (Tochtergesellschaften) und Ansprechpartner für Dritte (Dienstleister) 

 

Phase 3: Aufstellung, Implementierung und Verwaltung des internationalen Programms 

Wenn es um die Ausarbeitung mit unterschiedlichsten Optionen, Implementierung und Verwaltung von internationalen Programmen geht, kommt unseren Kunden seit nunmehr 15 Jahren das Fachwissen der Roederer Gruppe und ihrer engagierten Teams und mehrsprachigen Mitarbeiter zugute. 

 

Globaler Ansatz/Einzelpolice: Dienstleistungsfreiheit 

Masterpolice und Lokalpolicen 

In der EU tätige Unternehmen haben die Möglichkeit, im Rahmen eines internationalen Versicherungsprogramms sogenannte FOS-Policen (Freedom-of-Services) abzuschließen. Ein solches Programm ermöglicht Folgendes: 

  • Einführung des internationalen Versicherungsprogramms in einem bestimmten geografischen Gebiet (EU) ohne die Verpflichtung, es als Lokalpolice auf jedes einzelne Land zu übertragen  
  • Minimierung der Kosten für die Programmimplementierung 

Derartige Programme haben aber auch Nachteile: 

  • Keine Bereitstellung der Police auf lokaler Ebene, was zu mangelnder Kenntnis des Deckungsumfangs seitens der Tochtergesellschaften führen kann  
  • Risiko der Nichteinhaltung lokaler Anforderungen (bestimmte Pools)  
  • Kein Ansprechpartner vor Ort (Makler oder Versicherer)  
  • Keine Dienstleistungen in der Landessprache (Bescheinigungen, Schadenmanagement) 

Kurz: Durch die Dienstleistungsfreiheit werden bestimmte Vorrechte und Verwaltungsaufgaben, die bislang bei den Tochtergesellschaften lagen, auf die Muttergesellschaft übertragen, was zu unterschiedlichen Reaktionen führen kann. 

Durch ein internationales Versicherungsprogramm wird eine Masterpolice eingeführt, es bestehen aber gleichzeitig Lokalpolicen, und zwar entweder integrierte (bei demselben Versicherer abgeschlossene Lokalverträge in Übereinstimmung mit der Masterpolice), oder nicht integrierte (bei unterschiedlichen Versicherern abgeschlossene, nicht einheitliche Lokalverträge). 

In diesem Fall verhandelt das Unternehmen mit dem Versicherer sogenannte DIC/DIL*-Klauseln zur Rückversicherung der Muttergesellschaft.  

Sofern sichergestellt ist, dass die Lokalpolicen den Vorschriften und Auflagen des Landes der jeweiligen Tochtergesellschaft entsprechen, verhindern diese Klauseln Deckungslücken in den Lokalpolicen hinsichtlich Vertragsbedingungen und Deckungsgrenze. Dadurch werden eine vollständige Entschädigung im Schadensfall ermöglicht und lokale Auswirkungen auf die konsolidierten Konten der Unternehmensgruppe verhindert. 

Verbietet ein Land den Versicherungsschutz aus einem anderen Land (in diesem Fall Frankreich), kommt die FINC-Klausel (Financial Interest Cover) zur Anwendung und die Muttergesellschaft erhält die Entschädigung. 

 

„Difference in Conditions“ und „Difference in Limits“ 

 

Eine besonders große Bedeutung kommt dem Thema Compliance zu, sprich der Einhaltung der Gesetze, Vorschriften und steuerlichen Anforderungen in jedem betroffenen Land. 

Bei der Einführung und Verwaltung eines internationalen Programms spielen Kommunikation und Koordination eine ausschlaggebende Rolle. So dürfen während des gesamten Programms keine Lücken in der Kommunikation entstehen. 

 

programme international

 

Die Implementierung eines internationalen Versicherungsprogramms ist eine komplexe Aufgabe: Innerhalb der Unternehmensgruppe können unterschiedliche Herausforderungen bestehen, die Ausarbeitung des Programms ist vielschichtig, die Wahl kompetenter Partner nicht immer einfach und eine gelungene Kommunikation unerlässlich. 

 

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